Vom richtigen Zeitpunkt...
Kairos ist einer von zwei Göttern für die Zeit. Kronos - der bekanntere der beiden - steht für die Zeit, die verrinnt, abläuft und unwiederbringlich verloren ist. Dem Anderen, Kairos, dagegen wird der "richtige Augenblick" zugeschrieben. In der Mythologie wird er mit einem Haarschopf und geflügelten Beinen dargestellt. Der Ausspruch "Die Gelegenheit beim Schopfe packen" wird darauf zurückgeführt.
Für uns ein schönes Bild, wenn es darum geht, den richtigen Augenblick für wichtige Anliegen aufzuspüren, ihnen nachzugehen, sie eingehend zu untersuchen und neue Lösungswege zu gehen im Aufnehmen dieser Anliegen.
Organisatorisch ist Kairos seit 1.1.2009 als gemeinnützige GmbH mit zwei geschäftsführenden Gesellschaftern und einem Aufsichtsrat von 3 Personen organisiert. Das Gehaltsschema von Kairos ist dem des öffentlichen Dienstes angelehnt, finanziert wird die Arbeit von Kairos vollständig durch Projektfinanzierungen.
Kairos ist unabhängig und orientiert sich an den Grundtugenden Weisheit, Gerechtigkeit, Mäßigung und Mut.
Warum gemeinnützig?
Sinn von Arbeit ist es seit jeher, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. In der ursprünglichsten Form von Arbeit - der Subsistenzarbeit - in direkter Form: es wird durch Arbeit das produziert, was zum Leben gebraucht wird.
Die naheliegende Strategie von Gemeinschaften, bestimmte Leute für andere Tätigkeiten "freizustellen", entweder weil sie bestimmte Talente haben oder weil arbeitsteilig effizienter produziert werden kann, hat sich sehr früh durchgesetzt.
Allerdings brachte diese Strategie sehr schnell auch den Nachteil mit sich, dass eine Kluft zwischen Menschen entstand. Die Spezialisierung öffnete der Gier Tür und Tor: Wer etwas kann, was andere nicht können, kann dies nun auch teuer verkaufen. Obwohl der ursprüngliche Gedanke von Spezialisierung war, der Gemeinschaft besser zu dienen, in dem sich Leute auf unterschiedliche Tätigkeiten konzentrieren.
Das Ziel jeder Arbeit, die also nicht "Primärproduktion" ist, muss dementsprechend das Gemeinwohl sein. Und die Entlohnung dieser Arbeit muss sich an den Kosten zur Bestreitung des Lebensunterhalts orientieren, nicht am theoretischen Marktwert, der durch Alleinstellung oder Spezialisierung entsteht.
Dementsprechend versuchen wir mit Kairos, unsere Arbeit wieder
(i) konsequent am Nutzen für die Gemeinschaft zu orientieren,
(ii) die Kosten unserer Arbeit an den Lebensunterhaltskosten auszurichten, und
(iii) unseren Erfolg an den erreichten Wirkungen und nicht an den umgesetzten Geldmengen zu messen.